Mallorca ist seit Jahrzehnten einer der beliebtesten Orte für deutsche Immobilienkäufer. Ob als Altersruhesitz, Feriendomizil oder Investment – der Kauf einer Immobilie auf der Insel hat seine eigenen Regeln und Besonderheiten.
Der Kaufprozess Schritt für Schritt
- NIE Nummer besorgen: Ohne NIE Nummer ist kein Immobilienkauf möglich
- Immobilie finden: Über Makler, Portale oder Privatverkäufer. Suche auch in unseren Kleinanzeigen
- Anwalt beauftragen: Ein unabhängiger Anwalt prüft die Rechtslage der Immobilie (Grundbuch, Baugenehmigungen, Schulden)
- Reservierungsvertrag: Sichert die Immobilie mit einer Anzahlung (meist 3.000-10.000 Euro)
- Kaufvorvertrag (Arras): Verbindlicher Vertrag mit 10% Anzahlung. Bei Rücktritt des Käufers verfällt die Anzahlung
- Notartermin (Escritura): Der Kauf wird vor dem Notar beurkundet und ins Grundbuch eingetragen
Kaufnebenkosten auf Mallorca
Rechne mit 10-13% zusätzlich zum Kaufpreis:
- Grunderwerbsteuer (ITP): 8-13% (gestaffelt nach Kaufpreis auf den Balearen)
- Notarkosten: ca. 0,5-1%
- Grundbucheintragung: ca. 0,5%
- Anwaltskosten: ca. 1-1,5% (plus MwSt.)
- Maklergebühren: In Spanien zahlt normalerweise der Verkäufer
Laufende Kosten
- IBI (Grundsteuer): 0,4-1,1% des Katasterwerts jährlich
- Müllabfuhr (Basura): 100-300 Euro/Jahr je nach Gemeinde
- Gemeinschaftskosten: Bei Wohnungen/Urbanisationen 50-500 Euro/Monat
- Versicherung: ab 200-500 Euro/Jahr
Typische Fallstricke
- Illegale Bauten: Viele ältere Fincas haben Anbauten ohne Genehmigung – prüfe die cédula de habitabilidad
- Küstenschutzgesetz: In Küstennähe gelten strenge Bauvorschriften
- Erbengemeinschaften: Grundstücke mit vielen Eigentümern können Probleme verursachen
- Schwarzgeld: Niemals einen Teil des Kaufpreises „schwarz” zahlen – das ist strafbar und riskant
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